Party-Mentalität
Es ist beeindruckend, wie leidenschaftlich Norweger feiern! Im Rahmen meiner Mentor-Week (norwegische Studenten sollen uns "neuen" die Kultur des Landes näher bringen - haben sie auch mit Erfolg getan) hatte ich nun eine Woche Zeit das Party-Verhalten der Einheimischen kennenzulernen, was nicht zuletzt mit großen persönlichen Opfern (Kopfschmerzen und ein Bier- und Vodka-geschädigter Magen) einherging.
Den hiesigen Alkoholpreisen, sowie dem Verbot in der Öffentlichkeit Alkohol zu konsumieren, wird hier mit dem "forspill", zu deutsch "Vorspiel" oder besser "Vor-Party" (hat nämlich eher selten mit sexuellen Ambitionen zu tun), Rechnung getragen. Dieses beginnt damit, dass so etwa 50-60 Personen in einen Supermarkt stürmen, dessen Bierreserven (für Hochprozentiges gibt es spezielle Geschäfte) plündern und dann in die Wohnung (vorzugsweise WGs, weil größer) eines Bekannten einfallen, wo dann bis zum Disko- oder Klub-Besuch gnadenlos gesoffen wird.
Schon beim "forspill" fällt auf, dass nicht etwa nur in der Gegend rumgestanden und getrunken wird, sondern es wird lautstark gesungen, Karaoke veranstaltet, getanzt (sogar die Männer (!) stehen den Mädels hier in dieser Hinsicht in nichts nach), bei jedem neuen Glas "hei skoll" (Übersetzung etwa: "hallo prost", hm...) gebrüllt und ganz allgemein sehr ausgelassen gefeiert. Dies wird dann später beim eigentlichen Ausgehen (mir persönlich genügten für gewöhnlich schon die Aufwärmpartys) extrem betrunken fortgesetzt. Dass jemand nüchtern dabei war, kam eigentlich nie vor.
Beachtlich ist ebenfalls das Modebewusstsein auf solchen Feiern. So betrunken die Herrschaften auch waren, selbst in den Momenten in denen sie in der Bier-Brühe auf dem Boden lagen, sie hatten irgendwie Stil. *g*
Herauszuheben ist dabei noch eine 80er Jahre Party in der juristischen Fakultät: Wirklich jeder erschien in einem stilsicheren und dementsprechend geschmacklosen 80er-Jahre-Outfit! Sollte ich davon noch Bilder auftreiben werde ich sie sicher veröffentlichen!
Mir bleibt jetzt noch meinen Magen mit ein wenig Kamillentee zu versorgen und still zu leiden!
Nadine
Den hiesigen Alkoholpreisen, sowie dem Verbot in der Öffentlichkeit Alkohol zu konsumieren, wird hier mit dem "forspill", zu deutsch "Vorspiel" oder besser "Vor-Party" (hat nämlich eher selten mit sexuellen Ambitionen zu tun), Rechnung getragen. Dieses beginnt damit, dass so etwa 50-60 Personen in einen Supermarkt stürmen, dessen Bierreserven (für Hochprozentiges gibt es spezielle Geschäfte) plündern und dann in die Wohnung (vorzugsweise WGs, weil größer) eines Bekannten einfallen, wo dann bis zum Disko- oder Klub-Besuch gnadenlos gesoffen wird.
Schon beim "forspill" fällt auf, dass nicht etwa nur in der Gegend rumgestanden und getrunken wird, sondern es wird lautstark gesungen, Karaoke veranstaltet, getanzt (sogar die Männer (!) stehen den Mädels hier in dieser Hinsicht in nichts nach), bei jedem neuen Glas "hei skoll" (Übersetzung etwa: "hallo prost", hm...) gebrüllt und ganz allgemein sehr ausgelassen gefeiert. Dies wird dann später beim eigentlichen Ausgehen (mir persönlich genügten für gewöhnlich schon die Aufwärmpartys) extrem betrunken fortgesetzt. Dass jemand nüchtern dabei war, kam eigentlich nie vor.
Beachtlich ist ebenfalls das Modebewusstsein auf solchen Feiern. So betrunken die Herrschaften auch waren, selbst in den Momenten in denen sie in der Bier-Brühe auf dem Boden lagen, sie hatten irgendwie Stil. *g*
Herauszuheben ist dabei noch eine 80er Jahre Party in der juristischen Fakultät: Wirklich jeder erschien in einem stilsicheren und dementsprechend geschmacklosen 80er-Jahre-Outfit! Sollte ich davon noch Bilder auftreiben werde ich sie sicher veröffentlichen!
Mir bleibt jetzt noch meinen Magen mit ein wenig Kamillentee zu versorgen und still zu leiden!
Nadine

