Donnerstag, Januar 12, 2006

Heimaturlaub

Nach drei Wochen Heimtaurlaub bin ich jetzt wieder in Bergen. Das Wiedersehen mit Deutschland und diversen Freunden und Bekannten würde ich als gefühlsmäßig durchwachsen beschreiben. Schön war es aber eben doch Eltern und einige Freunde wiederzusehen.

Am Abend des 14.12. machte ich mich dick bepackt auf den Weg zu meinem Nachtzug nach Oslo.

Nach einem letzten Bier in der Wartehalle des Bergener Bahnhofs, anschließendem Rennen um im beinahe letzten Wagon endlich meinen Sitz zu finden und einem schnellen Abschied ließ ich Chris und Bergen für eine Weile hinter mir. Hatte ich erwartet auf der Strecke nach Oslo nichts von der Landschaft zu sehen, so wurde ich nun eines Besseren belehrt. Das gleichmäßige Ruckeln des Zuges ließ mich zunächst friedlich einschlummern. Als ich dann noch im Halbschlaf wieder einmal kurz die Augen öffnete, sah ich eine fahle, weiße und irgendwie unwirkliche Landschaft vor mir. So, als träumte ich noch. Die weiten Felsformationen, die mich auf der Hinfahrt im Sommer begeistert hatten, waren nun gleichmäßig mit einer strahlend weißen Schneedecke überzogen. Die Leitungen für die Bahn schlugen wegen der Kälte grüne Funken. Unter diesen seltsam anmutenden Lichtblitzen zogen nun weiße Felder bestäubte Berge und gefrorene Bäche und Seen an mir vorbei. Zwischendurch zeigte ein kleines Licht irgendwo ein einsam in diesem Märchenland stehendes Haus an.

Von der Bahnfahrt und dem fehlenden Schlaf noch benommen erreichte ich am nächsten Tag sehr früh Oslo und startete meinen Stadtrundgang. Ich sah u.a. die norwegische Nationalversammlung:

Bei Sonnenaufgang hatte ich bereits die halbe Stadt durchwandert und war bei Rathaus und Hafen angelangt.

Alles in allem fand ich Oslo zwar ganz nett, aber nicht übermäßig beeindruckend. Das mag allerdings auch in meiner zunehmenden Müdigkeit in Kombination mit schmerzenden Füßen begründet liegen.
Gegen Mittag begab ich mich schließlich schlafwandelnd an den Osloer Busbahnhof und schlief dort in nicht zu beschreibender Sitzposition ein paar Stunden. Weiter ging es schließlich mit dem Bus zu einem 2h weit entfernten Flughafen und von dort nach Hahn, wo ich von höchst aufgeregten Eltern empfangen und nach Hause befördert wurde.

Am folgenden Samstag hat sich mein Lieblingscousin erfolgreich unter die Haube gebracht und am 8. Januar folgte dann auch unmittelbar der gesunde Nachwuchs.
Der Rest der Zeit war recht unspektakulär und war mit Freunde treffen, einem weniger angebrachten Auftritts eines Bekannten, dem Besuch eines kleinen Konzerts, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, einem Taunus-Therme-Besuch, äußerst reichhaltigem Essen aus Mamas Küche, den üblichen Weihnachtsfeierlichkeiten und einem typischen Silvesterbesäufnis gefüllt. Gefreut hat mich die Nachricht, meinen hier in Bergen besuchten Jura-Kurs mit Bestnote abgeschlossen habe, und nicht unerwähnt darf auch der Besuch im Restaurant Waldgeist bleiben, wo ich ein „halbes Schwein“ auf meinem Teller vorfand.

Die Rückreise dauerte über London und Haugesund insgesamt 17h und ließ mich ziemlich k.o., aber zufrieden, in Bergen ankommen.

3 Comments:

Anonymous Anonym said...

Pffffttt, soooo wenig erwähnung sind wir dir also wert :P ts. Diese superdupermegageniale Sylvester Party war doch der hammer *rofl* ;)

09:10  
Anonymous Anonym said...

Dem kann ich mich nur anschließen...ich dachte dir hats bei mir gefallen :-( *heul*

13:15  
Blogger Labudin said...

Tsts. Da steht doch, dass ich mich über einige Menschen gefreut hab. Soll ich euch denn noch namentlich erwähnen? Und was Silvester angeht... wenn ich mich da bloß noch dran erinnern könnte... ;)

16:44  

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